Oberstdorf

Im Oktober 2014 haben wir uns noch ein paar erholsame Tage in Oberstdorf im Allgäu gegönnt.

Im Gegensatz zu unseren sonstigen Urlauben, die wir in Ferienwohnungen verbracht haben, waren dieses mal ein Hotel unser Feriendomizil.

In den 90ziger Jahren war ich schon mehrmals in dem familiären Hotel Sporthotel Mennig. Es liegt in einer sehr ruhigen Sackgasse am südlichen Ortsrand von Oberstdorf. In nur 5 Gehminuten erreicht man die Ortsmitte von Oberstdorf. Nebelhornbahn, die Erdinger-Arena und viele Wanderwege liegen in unmittelbarer Nähe.

Auch in diesem Jahr haben wir uns im Sporthotel Menning wieder sehr wohl gefühlt.

Gleich am Tag nach unserer Ankunft haben wir uns entschlossen bei strahlendem Sonnenschein auf das Nebelhorn zu fahren. Der Preis für die Tickets war in unserer Hotelübernachtung enthalten. Eine feine Sache! Die beliebige Benutzung aller Bergbahnen war im Hotelpreis inbegriffen.

Da auch viele andere Menschen die gleich Idee hatten, bei dem tollen Wetter auf den Berg zu fahren, war der Andrang an der Seilbahn entsprechend. Kurzentschlossen haben wir uns zu Fuß auf den Weg zur Mittelstation gemacht um der langen Warteschlange zu entgehen. Schon gleich nach der Erdinger-Skisprungschanze am Fuße des Schattenberges ging es durch den Faltenbachtobel mächtig bergauf. Nach 1 1/2 Stunden hatten wir die Mittelstation erreicht. Mit der nächsten Bahn ging es zur Station "Höfatsblick" von dort weiter zur Gipfelstation. Oben angekommen bot sich ein toller Blick auf die Gipfel der Allgäuer Alpen, der im Westen bis zum Bodensee reichte.

Begeistert haben wir den Starts der dutzenden Paragleitern zugesehen. Nach einem ausgiebigen Sonnenbad haben wir uns wieder zur Station "Höfatsblick" begeben um von dort noch auf den Zeigersattel zu gehen. Von hier aus bot sich ein toller Blick auf den Seealpsee, Oberstdorf und den Nebelhorngipfel.


Am nächsten Tag stand eine Wanderung in das Oytal auf dem Programm. Über den Dr. Hohenadel-Weg sind wir am Oybach entlang zum Oytalhaus gewandert. Am Oytalhaus angekommen haben wir uns entschlossen noch weiter bis zum Stuibenfall zu laufen. An diesem Tag haben wir insgesamt 20 km hinter uns gebracht. Zu Belohnung sind wir nicht direkt in unser Hotel gegangen, sondern haben noch einen Abstecher zu unserem Lieblingseisladen gemacht. In der Oststraße 16, gegenüber dem Gasthof "Wilden Männle" gibt es einen kleinen Pavillon, an dem es sehr leckeres Eis, Kaffee, Cappucino und Co. gibt.

Dann kam der Mittwoch und etwas womit keiner gerechnet hatte ... der erste Schnee!

Schon nach kurzer Zeit war Oberstdorf von einer weißen Schicht überzogen. Den Schlechtwettertag haben wir mit einem ausgiebigen Einkaufsbummel und ein paar Wellnessstunden in unserem Hotel verbracht.

Am Donnerstag war es einfach nur trüb und regnerisch. Trotzdem sind wir nach Fischen gelaufen. Es waren hin und zurück immerhin 16 km. Auf dem Rückweg nach oberstdorf hatten wir noch mit Hochwasser zu kämpfen. Die Fußgängerunterführung war überflutet, so dass wir ein Stück auf der Straße laufen mussten.

Der Freitag hat uns dann nochmals einen ganz tollen Tag gebracht. Schon kurz nach dem Frühstück haben wir das schöne Wetter genutzt und uns auf den Weg zur Fellhornbahn gemacht. Vorbei an der Lorettokapelle sind wir der Stillach entlang bis zur Skiflugschanze gegangen. Von dort zur Talstation der Fellhornbahn, die wir aufgrund unseres kostenlosen Tickets natürlich nutzen mussten. Schon in der Gondel sagte man uns, dass man sich aufgrund des starken Schneefalls und der Lawinengefahr nur in den Stationen der Bergbahnbewegen darf. Dies tat dem Erlebnis aber keinen Abbruch. Es war einfach nur toll. Sonne, Berge und Schnee. Auf dem Gipfel waren es schon gut 70 cm.

Den Rückweg haben wir über den Freibergsee gemacht. Nach gut 22 km haben wir uns zum Abschluss des Tages und unseres Urlaubs noch einen Aperol-Sprizz in den letzten Strahlen der untergehenden Sonne gegönnt.

Es war mal wieder ein feiner Urlaub.